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	<title>REZENSION Blattkritik-Archiv - EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</title>
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		<title>Blattkritik &#8211; Hannah ist nun Elias: Wo in der Behandlung von Transjugendlichen Evidenz fehlt</title>
		<link>https://www.eggoe.at/blattkritik-hannah-ist-nun-elias-wo-in-der-behandlung-von-transjugendlichen-evidenz-fehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 17:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Blattkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gute am Wissenschaftsjournalismus ist ja, dass man keine Quellen angeben muss. Das erleichtert die Berichterstattung enorm: Einen Experten fragen, Wortspenden abholen, und schon ist „der Stand der Wissenschaft“ abgebildet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/blattkritik-hannah-ist-nun-elias-wo-in-der-behandlung-von-transjugendlichen-evidenz-fehlt/">Blattkritik &#8211; Hannah ist nun Elias: Wo in der Behandlung von Transjugendlichen Evidenz fehlt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Gute am Wissenschaftsjournalismus ist ja, dass man keine Quellen angeben muss. Das erleichtert die Berichterstattung enorm: Einen Experten fragen, Wortspenden abholen, und schon ist „der Stand der Wissenschaft“ abgebildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Kritik zum <a href="https://archive.is/o8qcg#selection-371.0-371.78" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FALTER-Artikel vom 26.03.2024</a></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1025" height="421" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/04/blattkritik_falter_2024_03.jpeg" alt="" class="wp-image-3159 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/04/blattkritik_falter_2024_03.jpeg 1025w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/04/blattkritik_falter_2024_03-300x123.jpeg 300w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/04/blattkritik_falter_2024_03-768x315.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1025px) 100vw, 1025px" /></figure></div>



<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph"><strong>Susanne ist jetzt wieder Susanne</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine neue Leitlinie vernebelt das Wissen zur Behandlung von Transjugendlichen. Wo fehlt noch Forschung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne ist 12 Jahre alt und besucht ein Gymnasium. Sie ist kreativ, sehr intelligent und eine gute Schülerin. Als Susannes Pubertät fortschreitet, entwickelt sie mentale Probleme, die sich bald auch körperlich zeigen.<br>Sie kommt wegen ihrer Essstörung auf eine spezialisierte Station. Dort begegnet sie einer Mitarbeiterin, die Transidentität als Ursache des Problems vermutet und dafür sorgt, dass sie in die zuständige Ambulanz übernommen wird. Susanne will jetzt Joe sein. Das Diagnose- und Behandlerteam affirmiert sie als Bub mit dem Namen Joe.<br>Nach ihrer Entlassung eskalieren die Konflikte mit den Eltern. Sie erkennen zwar ihre Nonkonformität an, jedoch nicht, dass sie jetzt ein Bub ist. Die Eltern vermuten andere Gründe für diese Konflikte und sind sehr besorgt wegen der immer wieder aufflackernden Anorexie.<br>Susanne verbringt nun jede freie Minute auf Social Media Plattformen in der „Transwelt“. Für Schulangelegenheiten und Künstlerisches bleibt kein Raum.<br>Susanne bricht die Schule ab. Sie tritt eine Lehrstelle an. Sie trägt am Ausbildungsplatz ein Korsett und zwei Brustbinder übereinander um ihre Brüste zu verbergen und kollabiert wegen Sauerstoff-Unterversorgung. Das Krankenhaus meldet den Vorfall der Kinder- und Jugendhilfe, wo Susanne bei der Vorladung als Bub mit dem Namen Joe angesprochen wird. Susanne will nicht mehr bei den Eltern leben und wird in einer Krisenwohngemeinschaft untergebracht. Die KJH wendet sich wegen Kindeswohlgefährdung an das zuständige Familiengericht, da die Eltern weiterhin nicht bereit sind, für irreversible körperverändernde Maßnahmen an ihrer Tochter die Verantwortung zu übernehmen.<br>Mit den Eltern hat Susanne unregelmäßigen Kontakt, jedoch bei besserem Einvernehmen.<br>Das Familiengericht überträgt für Susanne die Obsorge im Bereich der medizinischen Angelegenheiten an die KJH gem §211 (Gefahr im Verzug) iVm §181 ABGB (Kindeswohlgefährdung). “Damit sei sichergestellt, dass die geschlechtsangleichenden Therapien auf den verschiedensten Ebenen begonnen werden können, sodass mit einer deutlichen Stabilisierung und gesundheitlichen Verbesserung ‘des Minderjährigen’ zu rechnen ist” – so der Beschluss. Susanne ist im Personenstandsregister noch immer weiblich.<br>Mit knapp 18 Jahren erklärt sie ihrer Mutter völlig unerwartet, dass sie nicht transident sei und wieder Susanne heißen möchte. Vor Kurzem konnten Mutter und Tochter erstmals offen über das Thema sprechen: „Mama, ich bin froh, dass du nicht zugelassen hast, dass sie mir Hormone geben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gute am Wissenschaftsjournalismus ist ja, dass man keine Quellen angeben muss. Das erleichtert die Berichterstattung enorm: Einen Experten fragen, Wortspenden abholen, und schon ist „der Stand der Wissenschaft“ abgebildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fall der „Behandlung von Transgender Jugendlichen“, dem sich der Artikel von Anna Goldenberg im Falter 13/24, S. 18 widmet, ist das aber nicht so einfach. Ihr Gesprächspartner, Dr. Martin Fuchs, ist einer der Autoren der neuen Leitlinie „Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter – Diagnostik und Behandlung (S2k)”, die in ein paar Wochen offiziell herauskommen wird, aber schon jetzt, mit unglaublichem PR Aufwand, in die Welt gepustet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum so (vor)schnell?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollten die Autoren eine S 3 Leitlinie (höchste Evidenz) vorlegen. Das ist angesichts der mehr als mageren Datenlage nicht möglich, so wurde schnell auf den letzten Metern aus Evidenz&nbsp; Eminenz (Behandler einigen sich auf ein Verfahren).<br>Der Leitlinienentwurf stützt sich unter anderem auf die sogenannten „Standards of Care – SoC-8 (2022)“ der World Association of Transgender Health (WPATH). Das ist eine Organisation, die seit kurzem gründlich in Misskredit steht. Anfang März wurden die „WPATH Files“ veröffentlicht: Dokumente, Videokonferenzen, Chatprotokolle aus der Mitte dieser Organisation, die es unmöglich machen, dieser Organisation zu trauen. Was alle Kritiker immer schon annehmen mussten, lässt sich jetzt nachweisen:<br>Ein von Aktivisten getriebener Verein bestimmt die Behandlungspläne in der ganzen westlichen Welt. Das wäre einen eigenen Artikel wert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WPATH hat es in den letzten 20 Jahren verstanden, sich als seriöse Organisation zu präsentieren, die der ganzen westlichen Welt praktisch vorschreiben konnte, wie sie mit geschlechtsdysphorischen Menschen umzugehen haben (auch in Österreich). Und alle haben mitgemacht. Dieses Meisterstück an Institutional Capture findet gerade seinen Höhepunkt bei der WHO: Die Kommission, die neue Guidelines für die Versorgung der Transgender-Population ausarbeiten soll, besteht zu 2/3 aus Aktivisten von WPATH, nur ein Drittel haben einen medizinischen Background.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Leitlinien orientieren sich nach wie vor an der Soc-8, die ganze Logik des Dokuments beruht darauf. Das ist auch verständlich, schließlich haben die Autoren klinische und Förderstrukturen aufgebaut und sich inhaltlich festgelegt. Das will man nicht aufgeben und man will auch mit dem, was man tut, nicht nicht recht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die betroffenen Kinder und Jugendlichen aber wissen wir nichts. Auch Herr Dr. Fuchs nicht. Dass sich die Zahl der Patientinnen in seiner Spezialambulanz zwischen 2015 und 2020 versiebenfacht hat (!), gibt ihm (und Frau Goldenberg) nicht zu denken. Es entsteht daraus keine Frage.<br>Anderswo schon. Überall sind solche Zuwachszahlen an geschlechtsdysphorischen Kindern (über 80 % davon sind Mädchen!) zu bemerken. Es gibt dazu brauchbare Hypothesen und Konzepte, die Herr Fuchs aber nicht nennt und die Frau Goldenberg nicht kennt. Auch Dr. Wüsthof nicht (der Endokrinologe, der am Ende der Diagnosekette nur noch die Hormoine austeilt). Er hat zwar bemerkt, dass fast nur Mädchen betroffen sind, warum, das erklärt sich ihm nicht. Unter dem Kürzel ROGD („rapid onset gender dysphoria“) wird dieses Phänomen international diskutiert und mit großer Besorgnis wahrgenommen. Nur nicht in der Leitlinie, auch nicht in dem Falter Artikel.<br>Und über die Situation der Familien wissen wir natürlich erst recht nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In UK, Schweden, Finnland, Norwegen und Frankreich sind die „Behandlungen“ mit Pubertätsblockern verboten oder sehr stark eingeschränkt worden. Die deutsche Leitlinie, von der im Artikel fälschlich angekündigt wird, sie könnte auch für Österreich gelten (das obliegt einem nationalen Gremium von Fachleuten), verkauft gerade diese immer noch experimentelle, nicht zugelassene Intervention als hilfreich, harmlos, reversibel, total fein. Ditto die parallel oder sofort (ab 16 Jahren) administrierte Cross Sex Hormongabe. Alles fein und harmlos.<br>Dass dem nicht so ist, davon wissen diese Behandler womöglich gar nichts. Es gibt medizinische Literatur dazu, aber es geht auch einfacher: Internet konsultieren unter „detrans“ oder „regret“.<br>So, wie es junge Frauen auf GoFundMe gibt, die Geld für Mastektomien (Brustamputationen) als Privatpatientinnen einsammeln oder auf&nbsp; TikTok scharenweise junge Mädchen, die ihre Mastektomien abfeiern, gibt es auch die viele Videos von jungen Menschen, die ihre traurigen Transitionsgeschichten erzählen und deren Körper für immer zerstört sind. Die “schwedische Kohorte” stammt aus 2011 (!), das ist angesichts der jugendlichen “trans” Lawine seit etwa 8-10 Jahren kaum noch ein relevanter Befund. Herr Dr. Fuchs macht es sich einfach und leider hilft ihm der Falter dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zynischste Kommentar in Anna Goldenbergs Artikel ist der des Endokrinologen Wüsthof aus Hamburg, der in seiner ganzen 800 trans Patienten umfassenden Laufbahn „gerade einmal fünf Fälle“ erinnert, die retransitioniert sind. Woran das wohl liegen mag?<br>Wenn man nicht ein ausgemachter Streithansel ist, geht man selten zurück zu den Doktoren, die einen verpfuscht haben. Ich weiss nicht, ob es dazu Daten aus Patientenbefragungen gibt, würde aber mal vermuten, dass die „gerade einmal fünf“ Fälle die Menschen betrifft, denen es wichtig war, Herrn Wüsthof noch ihre Meinung zu sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faktum ist aber, dass wir über die Anzahl von Regret und Detransition nichts Handfestes wissen. Eine riesige Forschungslücke, die von den Leitlinienautoren nicht nur nicht angesprochen wird, sondern mit solchen unqualifiziert-saloppen Sprüchen à la Wüsthof geradezu verhindert wird. In Österreich wäre es unschwer möglich, anhand der Patientenakten mit einer Follow-up Studie Schlüsse auf Entwicklung und Befinden der behandelten PatientInnen zu ziehen. In dem Dossier, das wir zu dem ganzen Thema „Geschlechtsdysphorie im Jugendalter“ angelegt haben, ist eine solche Studie das wichtigste Desideratum. Es kann ja nicht sein, dass alle weiter blind in der Gegend herumfuhrwerken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zitat Dr. Fuchs, an dessen Spezialambulanz im Landeskrankenhaus Hall die meisten Kinder/Jugendlichen im Westen Österreichs behandelt werden: „Im Wesentlichen ändert sich nicht viel“. Das ist ja gerade die Katastrophe.<br>Berufenere als ich nennen das, was die Leitlinienautoren machen, den größten medizinischen Skandal seit der Lobotomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">P.S.: Es gibt auch Patienten, die von den körpermodifizierenden Eingriffen profitieren; ich hoffe, dass das für Hannah/Elias, den Vorzeigepatienten von Herrn Fuchs, gilt; allerdings ist das noch nicht ausgemacht. Die Regrets (Bedauern, Reue) setzen oft erst nach 4-7 Jahren ein, wenn die permanent notwendigen Hormongaben ihren Tribut fordern, wenn doch andere Lebenswünsche (Beziehung, Kinder) auftauchen oder aus anderen Gründen. Ich wünsche ihm ein gutes und glückliches Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bettina Reiter, 30.3.2024</p>



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		<item>
		<title>Blattkritik: &#8222;Das Kanzler-Märchen von Mann und Frau&#8220;</title>
		<link>https://www.eggoe.at/blattkritik-des-kanzlers-maerchen-von-mann-und-frau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2024 11:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Blattkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist ein besonderes Stück von „Journalismus“ - erstmals werden im Brustton der Rechthaberei ganz einfache wissenschaftliche Tatsachen geleugnet und auch noch als „Faktencheck“ verkauft.</p>
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<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text"><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading \&quot;wp-block-heading"><span role="\&quot;presentation\&quot;" dir="\&quot;ltr\&quot;" 106.425px;="" top:="" 193.065px;="" font-size:="" 18px;="" font-family:="" sans-serif;="" transform:="" style="\&quot;left:">Eine Einordnung von Martin Fieder </span><br><span role="\&quot;presentation\&quot;" dir="\&quot;ltr\&quot;" 106.425px;="" top:="" 193.065px;="" font-size:="" 18px;="" font-family:="" sans-serif;="" transform:="" style="\&quot;left:">und Bettina Reiter</span></h5>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="813" height="436" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/03/20240314_blattkritik_profil_geschlecht01.jpeg" alt="" class="wp-image-3024 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/03/20240314_blattkritik_profil_geschlecht01.jpeg 813w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/03/20240314_blattkritik_profil_geschlecht01-300x161.jpeg 300w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/03/20240314_blattkritik_profil_geschlecht01-768x412.jpeg 768w" sizes="(max-width: 813px) 100vw, 813px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Corpus delicti:<br><a href="https://www.profil.at/faktiv/das-kanzler-maerchen-von-mann-und-frau/402784435" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.profil.at/faktiv/das-kanzler-maerchen-von-mann-und-frau/402784435</a> (<a href="https://archive.is/DIXyl" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archivlink hier</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein besonderes Stück von „Journalismus“ &#8211; erstmals werden im Brustton der Rechthaberei ganz einfache wissenschaftliche Tatsachen geleugnet und auch noch als „Faktencheck“ verkauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Chefredakteurin Anna Thalhammer sich dem mehrfach angebotenen Gespräch verweigert und das gute Stück immer noch online ist, stellen wir das hier mit unseren bescheidenen Mitteln selbst richtig.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Titel und Untertitel<br>„Das Kanzler-Märchen von Mann und Frau – Karl Nehammer behauptet, es gebe nur zwei Geschlechter. Die Wissenschaft beweist das Gegenteil.“ Frage: Was ist das Gegenteil von zwei?<br><br></li>



<li>Die Autorin Franziska Dzugan verwechselt die Definition von Geschlecht (männlich=kleine Samenzellen / weiblich=große Eizellen) mit der Determination im Individuum. Das ist ein Fehler, der einer Wissenschaftsredakteurin nicht passieren sollte. Zwar zitiert sie Helmut Schaschl (Humangenetiker), aber der hat natürlich auch nur über die genetische Determination des Geschlechtes geredet und nicht über das gonadale Geschlecht, das evolutionär über alle Arten hinweg ein universelles Prinzip darstellt.<br><br>In den Worten von Richard Dawkins:<br>„<em>Geschlecht wird weder durch Chromosomen, noch durch Anatomie, noch durch Psychologie oder Soziologie, noch durch persönliche Neigung, noch durch die \&#8220;Zuordnung bei der Geburt\&#8220; definiert, sondern allein durch die Größe der Keimzellen. Es wird embryologisch FESTGELEGT durch Chromosomen bei Säugetieren und (in umgekehrter Richtung) Vögeln, durch die Temperatur bei einigen Reptilien, durch soziale Faktoren bei einigen Fischen. Aber es wird universell DEFINIERT durch die binäre Unterscheidung zwischen Spermien und Eizellen. Geschlecht gehört zu den wenigen Aspekten der Biologie, die tatsächlich BINÄR sind.“</em><br><br></li>



<li>Intersexualität ist ein schon lange verlassener (und auch diskriminierender) Begriff, die korrekte Bezeichnung ist „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ (VdG). Es handelt sich um Männer und Frauen, deren Geschlechtsmerkmale aufgrund sehr seltener genetischer Aberrationen mal mehr männlich oder mal mehr weiblich erscheinen und mehr oder weniger Symptome mit sich bringen. Die Häufigkeit von VdG&nbsp; wird unterschiedlich mit 1:20.000 bis 1:50.000 Geburten angegeben.<br>Dass der Gesetzgeber sich dazu entschlossen hat, dem Mythos vom dritten Geschlecht mit der Bezeichnung „divers“ in den Personenstandsdokumenten Rechnung zu tragen, ist – aus wissenschaftlicher Perspektive – eine bedauerliche Tatsache. Die Anerkennung von Rechten und Freiheiten für alle Individuen in unserer Gesellschaft sollte ohne falsche Zuschreibungen auskommen.<br><br></li>



<li>Wegen der Verwechslung von Geschlechtsdefinition (gonadales G.) und Geschlechtsdetermination (genetisches G.) versucht uns Frau Dzugan auch zu verkaufen, dass männliche Personen (hohe Testosteron Level!) im Frauensport mitmachen können, wenn sie „intersexuell“ sind, weil sie das ja, in ihrer Logik, zu einem dritten Geschlecht macht.<br><br>Das ist auf zwei Ebenen bemerkenswert falsch: a) s. oben – Geschlecht gonadal und genetisch nicht auswechselbar. b) Was macht männliche Personen mit VdG zu Frauen?</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">VdG Personen waren ja auch der Anlass zu diesem deplorablen Artikel. Eine „renommierte Medizinerin“ stolperte über die Aussage des Kanzlers und war – nicht wissenschaftlich, sondern moralisch empört. Das passiert ja in diesen Tagen öfter. Sie fand, das sei „ein Schlag ins Gesicht (…) von Menschen (…), bei denen das genetische und das phänotypische Geschlecht verschieden sind“ – also Menschen mit einer VdG.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir finden es bedenklich, dass man das Profil auf Zuruf dazu bringen kann, die eigene moralisch-politische Agenda mit einem Propagandastück journalistisch durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir finden es entsetzlich,&nbsp;dass das Profil die Nüchternheit, die einen „Faktencheck“ auszeichnen sollte, nicht nur verlassen hat, sondern darauf trotzig beharrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben diesen Etikettenschwindel von Profil auch dem Presserat mitgeteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wien, 14.3.2024</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ass.-Prof. Dr. Martin Fieder<br>Dr. Bettina Reiter</p>



<div class="wp-block-columns \&quot;wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Nachtrag vom <strong>09.04.2024 </strong>EGGö-Redaktion: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erhaltene Info Presserat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuständige Senat 2 hat sich in seiner letzten Sitzung mit Ihren Eingaben befasst wegen des Beitrags&nbsp;<strong>„Das Kanzler-Märchen von Mann und Frau\&#8220;</strong>, erschienen am 19.02.2024 auf „<a href="\&quot;http://profil.at/\&quot;" target="\&quot;_blank\&quot;" rel="\&quot;noreferrer" noopener\"="">profil.at</a>\&#8220; in der Rubrik „faktiv\&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den dazu ergangenen Brief an die Chefredakteurin des Mediums finden Sie online unter <a href="https://presserat.at/rte/upload/entscheidungen_2024/brief_2024_059_08.04.2024.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://presserat.at/rte/upload/entscheidungen_2024/brief_2024_059_08.04.2024.pdf</a>.</p>
</div>
</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer \&quot;wp-block-spacer\&quot;"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/blattkritik-des-kanzlers-maerchen-von-mann-und-frau/">Blattkritik: &#8222;Das Kanzler-Märchen von Mann und Frau&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blattkritik: „Karl Nehammer will Transgender-Minderjährige misshandeln.“</title>
		<link>https://www.eggoe.at/blattkritik-karl-nehammer-will-transgender-minderjaehrige-misshandeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 13:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Blattkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>LESERBRIEFE auf X (vormals Twitter) zu Standard und Krone Artikel betreffen der Presseaussendung des Vereins TransX.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center \&quot;has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">&#8212; Ende Vorschau &#8212;</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:auto 46%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Leserbriefe können direkt auf X (vormals Twitter) unter</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://twitter.com/betti_reiter/status/1754514257767493961" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bettina Reiter Leserbrief Krone Link 05.02.24</a></li>



<li><a href="https://twitter.com/betti_reiter/status/1755140524942516290" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bettina Reiter Leserbrief Standard Link 07.02.24</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">aufgerufen werden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://archive.is/YqV9W" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Presseaussendung Trans-Gender-NGO &#8211; TransX 04.02.24</a></li>



<li><a href="https://archive.is/wuHG2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel Kronenzeitung 05.02.24</a></li>



<li><a href="https://archive.is/gq3ro" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel derStandard 06.02.24</a></li>
</ul>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="423" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/beitrag_X_blattkritik-1024x423.jpeg" alt="Blattkritik" class="wp-image-2833 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/beitrag_X_blattkritik-1024x423.jpeg 1024w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/beitrag_X_blattkritik-300x124.jpeg 300w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/beitrag_X_blattkritik-768x317.jpeg 768w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/beitrag_X_blattkritik.jpeg 1058w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



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<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="border-width:1px">
<h4 class="wp-block-heading \&quot;wp-block-heading">Kronenzeitung 05.02.2024</h4>



<figure class="wp-block-image size-large \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/240205_X_Krone01.jpeg" alt="\&quot;Mein"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/240205_X_Krone02.jpeg" alt="\&quot;schlichtweg" style="aspect-ratio:1;width:24px;height:auto"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/240205_X_Krone03.jpeg" alt="\&quot;ist"/></figure>



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<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="border-width:1px">
<h4 class="wp-block-heading \&quot;wp-block-heading">Der Standard 07.02.2024</h4>



<figure class="wp-block-image size-large \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/240207_X_Standard01.jpeg" alt="\&quot;Der"/></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2024/02/240207_X_Standard04.jpeg" alt="\&quot;Nächste"/></figure>
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<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer \&quot;wp-block-spacer\&quot;"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/blattkritik-karl-nehammer-will-transgender-minderjaehrige-misshandeln/">Blattkritik: „Karl Nehammer will Transgender-Minderjährige misshandeln.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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		<title>Blattkritik: der Standard „Forschung spezial“ vom 14.6.2023</title>
		<link>https://www.eggoe.at/blattkritik-der-standard-forschung-spezial-vom-14-6-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 09:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Blattkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im „Standard“ konnte man vor Kurzem wunderliche Dinge lesen. „Von der Dysphorie zur Euphorie” titelt Redakteurin Julia Sica schwungvoll, das Foto dazu ist fahnenschwingen Pride prächtig. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:auto 48%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im „Standard“ konnte man vor Kurzem wunderliche Dinge lesen. „Von der Dysphorie zur Euphorie” titelt Redakteurin Julia Sica schwungvoll, das Foto dazu ist fahnenschwingen Pride prächtig. Es geht um Hormonbehandlungen für Transpersonen. Das wäre ja tatsächlich einen Forschungsartikel wert, denn auf diesem Gebiet ist vieles ungeklärt.</p>



<p class="\&quot;has-small-font-size\&quot; has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>Ab 15.06.2023 ist der Standard-Artikel auch <a href="https://archive.is/rWtXQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online</a> abrufbar.</em></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="423" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/beitrag_standard1-1024x423.jpeg" alt="Blattkritik Standard" class="wp-image-2352 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/beitrag_standard1-1024x423.jpeg 1024w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/beitrag_standard1-300x124.jpeg 300w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/beitrag_standard1-768x317.jpeg 768w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/beitrag_standard1.jpeg 1058w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erster Satz: „Die zweite Pubertät begann für Valerie Lenk vor drei Jahren.” Das ist Unsinn, pardon. Valerie Lenk hat die Pubertät hinter sich, das ist kein Wiederholungsprogramm. Sollte in einem „Forschungsartikel” nicht passieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lenk spritzt sich heute alle fünf Tage „typisch weibliche Geschlechtshormone”. Hm. Die haben einen Namen und sind nicht „typisch weiblich” (was soll das überhaupt sein?), Östrogene sind <em>die</em> weiblichen Geschlechtshormone. „Robust” nennt Frau Sica die Schätzungen, dass 0,7% der Bevölkerung trans sind. Last time I checked mit der Sozialversicherung ( <a href="https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/?contentid=10007.846845&amp;portal=svportal" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/?contentid=10007.846845&amp;portal=svportal</a>) waren es noch etwa 400-500 Personen, in Prozenten sind das 0,005 %, also bissl weniger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Sica zu den sogenannten Pubertätsblockern: der zweite Forschungszeuge, Lucas, habe im Alter von 17 Jahren seine Transition damit begonnen: „Pubertätsblocker wurden nicht für Transgender-Patienten entwickelt, sondern vor allem für Cisgender-Mädchen” (sic!), „die vorzeitig in die Pubertät kommen.” Eigentlich, Frau Sica,&nbsp; werden diese Substanzen als Krebsmedikamente, bei gutartigen Tumoren der Gebärmutter und Endometriose eingesetzt und sind zur Behandlung verfrühter Pubertät zugelassen. Die Anwendung bei genderdysphorischen Jugendlichen hingegen ist ein „off label“-Einsatz, geschieht also ohne Zulassung. Der zitierte Experte Dr. Trotsenburg wird als Gründer der ersten österreichischen Transgender-Hormonambulanz am Wiener AKH ausgewiesen — da hat er Konkurrenz in Dr. Johannes Huber, der das auch von sich behauptet. Ich weiß es nicht, aber werde ihn fragen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beste kommt wie immer am Schluss: Valerie Lenk „hatte nicht die Kraft, von Anfang an den offiziellen Weg zu gehen und meine Identität in einem entwürdigenden Prozedere vor drei fremden Menschen zu rechtfertigen. Sie begann ihre Hormonbehandlung in Eigenregie”. Ermunterung zum Selbstversuch in einem Forschungsartikel? Nicht Ihr Ernst, Frau Sica.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was an ärztlichen und psychologisch-psychotherapeutischen Assessments entwürdigend sein soll, konnte mir auch noch niemand erklären. Valerie Lenk macht es sich lieber selbst, das kunterbunte Leben „als Frau“. Diese Person „berät” übrigens Minderjährige über den öffentlich geförderten Verein „TransX” (<a href="https://www.wien.gv.at/menschen/queer/foerderungen/vielfalt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.wien.gv.at/menschen/queer/foerderungen/vielfalt.html</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ist so etwas möglich?&nbsp;<br>Wer schaut auf die Qualität?&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Blattkritik: GUT UND BÖSE — EIN RANKING</title>
		<link>https://www.eggoe.at/blattkritik-gut-und-boese-ein-ranking/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2023 17:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Blattkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur österreichischen Berichterstattung über „Let Women Speak“ am 10.6.2023 im Wiener Sigmund-Freud-Park</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center \&quot;has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">&#8212; Ende Vorschau &#8212;</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:auto 44%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph">Zur österreichischen Berichterstattung über </p>



<h2 class="wp-block-heading \&quot;wp-block-heading">„Let Women Speak“ </h2>



<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph">am 10.6.2023 im Wiener Sigmund-Freud-Park</p>



<p class="\&quot;has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Foto – Copyright:</em> <em>Tash</em></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="788" height="430" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/LWS_Banner.jpeg" alt="LWS Banner" class="wp-image-2362 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/LWS_Banner.jpeg 788w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/LWS_Banner-300x164.jpeg 300w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/LWS_Banner-768x419.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GUT: OE24</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archive.is/lkQqm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/nach-eklat-wut-feministin-posie-parker-kommt-nach-wien/557036681</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgerechnet das Fellner-Medium berichtet fair und korrekt über die Organisatorin der Kampagne „Let Women Speak“, Kellie-Jay Keen-Minshull (Künstlername „Posie Parker“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einziger kleiner Schönheitsfehler: die Neonazis im australischen Melbourne haben „Let Women Speak“ nicht unterstützt, die haben ihr eigenes Ding gemacht (<a href="https://archive.is/qI8un" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://unherd.com/thepost/the-truth-about-posie-parker-and-the-neo-nazis/</a>) gegen die Antifa und Transaktivisten. Korrekt wiederum berichtet OE24 Posie Parkers Distanzierung von den Nazis. _Als einziges Medium in Österreich._ </p>



<p class="wp-block-paragraph">OE24 hatte die Kundgebung meines Wissens auch als einziges Medium bereits vorab angekündigt. Alle anderen brachten Nachberichte, und fokussieren auf den Auftritt von Faika El-Nagashi, jener grünen Nationalrätin, die seit einem Jahr von ihrer Partei durch die Hölle geschickt wird, weil sie es wagt, die Litanei des „Transfrauen sind Frauen“ nicht mitzubeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GUT</strong> (<strong>aber streng genommen außer Konkurrenz): Exxpress</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archive.is/57W5N" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://exxpress.at/streit-in-regierungspartei-gruene-trans-fans-gegen-gruene-trans-kritiker/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dramatisch für die Medienlandschaft, wenn ausgerechnet „Exxpress“ eine gute Note bekommt, oder? Fairer Artikel, der zwar auch auf Faikas Teilnahme fokussiert und selbstverständlich auch die Kritik der Grünen daran berichtet, aber niemanden denunziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GUT MINUS: Kurier</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archive.is/IJzw0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurier.at/chronik/wien/gruene-abgeordnete-bei-transfeindlicher-kundgebung/402481496</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre toll, wenn Ihr – alle!! &#8211; mal aufhören würdet, Buzzwords wiederzukäuen, als wären sie die Wahrheit oder würden irgendetwas Realitätsnahes ausdrücken: „Transfeindlich“: Kann das mal jemand ohne Ideologie erklären? Dieser – allerdings dicke – Minuspunkt wird über die folgenden Rankingplätzen immer fetter, bis er seinen zwingenden Höhepunkt erreicht…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NICHT SO GUT – im Paarlauf:&nbsp; Puls24</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archive.is/xQwNB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.puls24.at/news/chronik/debatte-bei-den-gruenen-abgeordnete-bei-transfeindlicher-kundgebung/299616</a> <br><strong>und <a href="http://meinbezirk.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MeinBezirk.at</a></strong> <br><a href="https://archive.is/A5iS9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.meinbezirk.at/innere-stadt/c-politik/gruenen-abgeordnete-bei-transfeindlicher-demo-in-wien_a6097089</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Bericht über das Event, unkritische Übernahme einer seltsamen Stellungnahme der Österreichischen Hochschülerinnenschaft:&nbsp; „(…) habe Parker in der Vergangenheit dazu aufgerufen, Transmänner zu sterilisieren und Transfrauen den Tod gewünscht. Die gebürtige Britin nutze die rechtsextremen Narrative und kooperiere mit Menschen aus der rechtsextremen oder ultrakonservativen Szene.“ So ein Satz wird halt auch im Konjunktiv nicht besser, wenn es keine Gegenstellungnahme dazu gibt. Im Gegenteil. Was liegt, das pickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NICHT GENÜGEND: Der Standard</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archive.is/ZREma" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.derstandard.at/story/3000000174527/nach-auftritt-rechter-aktivistin-gegegruene-und-spoe-steriten</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Standard setzt ja seinen eigenen Standard in seiner Berichterstattung zu den LGBetc-Themen: maximal polemisch angriffig, maximal falsch, maximal gebiased. Dafür gibt es viele Beispiele aus der Vergangenheit, die Zeitung beschäftigt mit Beate Hausbichler eine eigene Propagandistin der Queer Community – und es kommt nicht selten vor, dass kritische Kommentare unter den Artikeln einfach zensuriert werden. </p>



<div class="wp-block-columns \&quot;wp-block-columns\&quot; is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized \&quot;wp-block-image"><img decoding="async" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/06/TwitterMissWurm-656x1024.jpg" alt="\&quot;Screenshot" style="aspect-ratio:0.6406236726463379;width:468px;height:auto"/></figure>
</div>



<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es kommt niemals eine Begründung, hab ich schon einige Male probiert.<br>Darf ich meine Löschung auch gleich anhängen?<br>&#8211; Miss Wurm <a href="https://twitter.com/WurmMiss/status/1643274262281613312?s=20" target="_blank" rel="noreferrer noopener">@WurmMiss auf Twitter</a></p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen, und weil der Diskurs im eigenen Medium nicht mehr geführt werden kann, folgt eine ausführlichere Würdigung des journalistischen Versagens dieser Zeitung, die ihren Titel einmal als Ansage gewählt hatte. Lange her.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Verortung des oben verlinkten Artikels genügt eigentlich ein Zitat:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auch bei der Kundgebung in Wien äußerte sich Parker mehrfach transfeindlich, etwa rief sie – gemeinsam mit Krasniqi – auf Deutsch: &#8222;Keine Frau hat einen Penis!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja eh. Irgendwie herzig, die Empörung über das Aussprechen dieser ja echt banalen Wahrheit durchzuhören: OMG – so transfeindlich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gedanke dahinter ist schon klar, es ist derselbe, der auch alle anderen nicht so gut benoteten Medien dazu veranlasst, die Erzählung der Grünen Frauenchefin in Wien, Viktoria Spielmann, als Wahrheit zu verkaufen, nämlich: „Transfrauen sind Frauen“. Sie hat das einmal in Form eines Twitter-Threads ungefähr zwanzig mal untereinander geschrieben, in etwa wie ein kleines Kind, das einen Zornanfall hat, weil es an der Realität verzweifelt (da waren wir alle mal, yes). Geht halt leider nicht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krasniqi und Parker haben recht – man kann sich über die Lautstärke unterhalten, aber nicht über den Inhalt. Frauen haben keinen Penis. Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Erwischt!!“ schreit der Standard (bitte die anderen sind hier mitgemeint, danke!) – da haben wir sie, die Ketzerei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Hausbichler hat dann auch noch einen Kommentar abgesetzt (<a href="https://archive.is/JUUTW" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.derstandard.at/story/3000000174406/posie-parker-mit-rechter-rhetorik-und-feminismus-label-gegen-transrechte</a>), in dem sie den Aktivismus von Posie Parker delegitimieren will und gleich in einem Aufwaschen alles mögliche andere in einen Topf schmeißt: Kritik an genderbestätigenden medizinischen Behandlungen bei Jugendlichen, Posie Parker sei in ihren frauenrechtlichen Stellungnahmen „konfus und widersprüchlich“. Sie äußere sich abfällig über radikale Transaktivisten (haben Sie den Mob in Neuseeland gesehen, Frau Hausbichler?): sorgt alles für ganz schlechte Zensuren im Standard, dem Zentralorgan der österreichischen Wokeness.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist Mrs. Parkers Aktivismus, glaube ich, ganz simpel: die ist radikal „for women“, und aus. Keine Intellektuelle, radikaler Hausverstand, keine Feministin, nur „for women“. Sie findet, Frauen sollen bei den Kindern zuhause bleiben können. Okay, da kenne ich noch mehr davon, z.B. die halbe ÖVP. Sie ordnet dem „Let Women Speak“ alles unter, nimmt z.B. die logistische Unterstützung einer konservativ reaktionären Institution an. So what? Sie redet mit Rechten – das sollten wir alle mehr tun.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Posie Parkers Aktivismus ist simpel, und deswegen ist er erfolgreich und empört. Single issue, single message. Frauen haben keinen Penis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann schon verstehen, dass das provoziert.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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