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	<title>REZENSION Gesundheitssystem-Archiv - EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</title>
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		<title>Buchrezension &#8211; Alexander Korte: Hinter dem Regenbogen</title>
		<link>https://www.eggoe.at/buchrezension-alexander-korte-hinter-dem-regenbogen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Gesundheitssystem]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[ROGD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ist zweifellos das Standardwerk zum Thema und gehört auf die Leseliste von allen Kinder-und Jugendpsychiatern, Endokrinologen und Psychologen/Therapeuten, die mit genderverwirrten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/buchrezension-alexander-korte-hinter-dem-regenbogen/">Buchrezension &#8211; Alexander Korte: Hinter dem Regenbogen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center \&quot;has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">&#8212; Ende Vorschau &#8212;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:27% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="348" height="466" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2025/10/202510_Korte_buchrezension.png" alt="" class="wp-image-4500 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2025/10/202510_Korte_buchrezension.png 348w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2025/10/202510_Korte_buchrezension-224x300.png 224w" sizes="(max-width: 348px) 100vw, 348px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; has-medium-font-size wp-block-paragraph">Alexander Korte: Hinter dem Regenbogen. Entwicklungspsychiatrische, sexual- und kulturwissenschaftliche Überlegungen zur Genderdebatte und zum Phänomen der Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen<br>Kohlhammer Sachbuch, 2024<br>Sprache: Deutsch<br><a href="https://shop.kohlhammer.de/hinter-dem-regenbogen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://shop.kohlhammer.de/hinter-dem-regenbogen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander Korte hat sein – von vielen ungeduldig, von vielen offen ablehnend – erwartetes Buch zu DEM heißen Eisen in der gesellschaftlichen und medizinischen Debatte vorgelegt: der „Gender Dysphorie“ oder dem „Trans Trend“ &#8211; und wie wir als Gesellschaften diesem neuen Phänomen bei jungen Menschen begegnen.</p>
</div></div>



<div style="height:35px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer \&quot;wp-block-spacer\&quot;"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Korte ist Experte: Kinder- und Jugendpsychiater, seit 15 Jahren leitender Oberarzt an der kinderpsychiatrischen Abteilung der LMU München und psychoanalytischer Kulturwissenschaftler; ihn interessieren alle Fragen rund um dieses heiße Gebiet &#8211; auch weit über das engere Gebiet der Medizin hinaus. Gleichzeitig ist er streng argumentierender Wissenschaftler und erfahrener Kliniker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All dies hat ihn zu einem prononzierten und prominenten Kritiker der Ideen und Praktiken gemacht, die betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Weg „ins andere Geschlecht“ öffnen und dabei – so Korte – medizinisch mindestens fahrlässig, gesellschaftspolitisch ideologisch verhärtet und biologisch einfach falsch argumentieren und leider auch handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist mit dieser harschen Kritik nicht alleine. Seit Jahren sammeln epidemiologische, klinische (Outcome) Untersuchungen, Systematic Reviews und darauf aufbauende Behandlungsempfehlungen die Argumente gegen die sogenannte „Gender affirming Care“ – den Weg in die Transition von Kindern und Jugendlichen. Der Thesaurus dieses Wissens ist inzwischen so groß, dass es schon sehr verwunderlich ist, wenn sich immer noch medizinisches und therapeutisches Personal findet, das diese Praktiken im Ernst an Kindern und Jugendlichen anwendet. „Kindergefährdende Freistil-Medizin ohne jede Evidenz“ nennt Korte diesen Zugang in einem Interview zu seinem Buch mit der „Welt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hat sich an die Arbeit gemacht, mit diesem Buch das gesamte Feld dieser unübersichtlichen und verwirrenden Thematik darzustellen und nach den besten wissenschaftlichen Kriterien zu ordnen und zu beurteilen. Das dabei entstandene Buch ist manchmal notgetrungen sehr medizinlastig – aber es ist die erste umfassende und Darstellung in deutscher Sprache und schon von daher ein Meilenstein.<br>Bislang musste man sich – um einen Überblick über z.B. die Wirkungen, Nebenwirkungen, schädlichen Spätkonsequenzen von Pubertätsblockern zu bekommen, selbst durch die Literatur wühlen (die Rezensentin weiß, wovon sie redet …) – nun kann man den Korte zur Hand nehmen und findet die relevanten Aussagen gut geordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Vorteil ist, dass die Kernaussagen eines Kapitels jeweils zu Beginn zusammengefasst referiert werden – das erleichtert enorm die Orientierung. Zumal ja, wenn wir jetzt beim Beispiel Pubertätsblocker bleiben, die notwendigen Einschätzungen dazu sich nicht nur auf die rein medizinischen Fakten beschränken, sondern auch ganz andere Ebenen berühren müssen – wie z.B. die Einwilligungsfähigkeit von Jugendlichen zu Maßnahmen, deren Konsequenzen sie nicht übersehen KÖNNEN. Die medizinrechtlichen und medizinethischen Probleme, die sich aus den körperverändernden Maßnahmen der „transgender Medizin“ ergeben nehmen daher einen zu Recht wichtigen Platz in der Darstellung Kortes ein (im Gegensatz zu den Proponenten dieser Maßnahmen, die das Problem nicht einmal identifiziert haben). Oder man mag auch an die weitere gesellschaftspolitische Ebene denken, wenn Pubertätsblocker als Teil des falschen Versprechens gehandelt werden, dass man das Geschlecht tatsächlich wechseln oder ändern kann und die Gabe von PB unter dieser Prämisse ein wünschenswertes Projekt – die Transition – einleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Korte versucht, diese Komplexität, die vielen verschiedenen Ebenen, auf denen die Diskussion um die „Geschlechtsdysphorie“ zu führen ist und die sich dauernd vermischen, mit sehr vielen Querverweisen etwas zu ordnen und zugleich der Komplexität nichts wegzunehmen. Das gelingt natürlich nicht vollständig – aber die Verweise in die anderen themenrelevanten Kapitel sind ein sehr gutes Tool dafür, die Ebenen zumindest im Blick zu behalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hinter dem Regenbogen“ ist zweifellos das Standardwerk zum Thema und gehört auf die Leseliste von allen Kinder-und Jugendpsychiatern, Endokrinologen und Psychologen/Therapeuten, die mit genderverwirrten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Leitlinie dazu (<a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/028-014" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/028-014</a>), seit dem Sommer 2025 für 5 Jahre in Kraft getreten, hält dem sorgfältigen und besorgten Blick Kortes auf die klinische Situation dieser jungen Menschen nicht stand. Die Interessen des koordinierenden Hauptautors Georg Romer haben sich in einer nicht weniger als katastrophal zu nennenden Weise durchgesetzt. Herr Romer ist der Chefarzt des größten Transgender Zentrums in Deutschland, in Münster/Westf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">von Bettina Reiter am 27.10.2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Buchrezension &#8211; Az Hakeem: Detrans &#8211; When transition is not the solution</title>
		<link>https://www.eggoe.at/buchrezension-az-hakeem-detrans-when-transition-is-not-the-solution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 14:28:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Gesundheitssystem]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[ROGD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Herzstück des neuen Buches „Detrans - when Transition is not the solution“ sind acht Berichte von Detransitioners.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/buchrezension-az-hakeem-detrans-when-transition-is-not-the-solution/">Buchrezension &#8211; Az Hakeem: Detrans &#8211; When transition is not the solution</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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<p class="has-text-align-center \&quot;has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">&#8212; Ende Vorschau &#8212;</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:auto 42%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph"><strong>Detrans &#8211; When transition is not the solution</strong><br>Selbstverlag, Oktober 2023, 330 Seiten &#8211; ISBN-13 ‎ 979-8862184549<br>Sprache: englisch</p>



<p class="wp-block-paragraph">Az Hakeem ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut in London. Er arbeitete zwölf Jahren in einem der weltweit führenden Zentren für psychoanalytisch fundierte Psychotherapie, der “Tavistock Clinic”.<br>Über den medizinischen Skandal, der um Tavistock GIDS (Gender Identity Development Service) entstanden ist, siehe die Rezension des sorgfältigen und detailreichen Buches von Hannah Barnes über die ganze Geschichte (<a href="https://www.eggoe.at/buchrezension-hannah-barnes-time-to-think/">Hanna Barnes &#8211; Time to think</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Az Hakeem ist inzwischen in privater Praxis niedergelassen und stellt zu Anfang des Buches ein wenig verbittert fest, dass heutzutage „nur ein kleiner Teil meiner klinischen Arbeit mit geschlechtsdysphorischen (gender dysphoric) Patienten zu tun hat, was vor allem an dem schwierigen politischen Klima liegt, das sich eingestellt hat und dem Hass der politischen Trans-Terroristen, die das Leben aller zerstören wollen, die irgendetwas Anderes als einen fraglos affirmativen Zugang (zu dem Thema) vertreten.“ (S. 13 &#8211; Übers. EGGÖ)</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="626" height="1000" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/11/Detrans_AzHakeem.jpg" alt="" class="wp-image-2630 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/11/Detrans_AzHakeem.jpg 626w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/11/Detrans_AzHakeem-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></figure></div>



<p class="has-text-align-right \&quot;has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>Bild Quelle: Amazon</em></p>



<div class="wp-block-columns \&quot;wp-block-columns\&quot; is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Sein erstes Buch „Trans: Exploring Gender Identity and Gender Dysphoria“ von 2018 hat populär und leicht fasslich die Grundsätze dieser kontroversen und komplizierten klinischen und gesellschaftlichen Phänomene erklärt.<br>Das Herzstück des neuen Buches „Detrans &#8211; when Transition is not the solution“ sind acht Berichte von Detransitioners &#8211; Menschen also, die den Weg der medizinischen und gesellschaftlichen Angleichung an das Wunschgeschlecht begonnen haben und für die sich dies als falsch herausgestellt hat. Und von Eltern, deren Kinder sich plötzlich &#8211; für sie unvorhersehbar &#8211; als „Trans” bezeichnen.<br>Gerahmt sind diese Selbstberichte der jungen Leute und ihrer Eltern von den Überlegungen und Dokumentationen von Hakeem selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beginnt mit einer klaren Einteilung des weiten Feldes „Trans“, eines inzwischen schwammigen Sammelbegriffs, unter dem folgende vollkommen verschiedene Zustände gefasst werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Transsexualität &#8211; Beginn der Dysphorie in früher Kindheit, persistent, symptomatische Erleichterung durch die Transition. Praktisch nur Männer (1 von 10.000). Für diese Gruppe von Männern wurden in den 1980er Jahren in Europa die Transsexuellengesetze geschaffen.</li>



<li>Transvestiten, wenn das Cross Dressing einem gesellschaftlichen und persönlichen Vergnügen dient. „Fetischistische Transvestiten“, wenn das Cross Dressing mit sexueller Erregung einhergeht.</li>



<li>Autogynophilie &#8211; sexuelle Erregung durch die Phantasie, selbst eine Frau zu sein (geht mit fetischistischem Cross Dressing einher), der Fokus der Erregung liegt aber auf der körperlichen Selbstvorstellung als Frau (mit Vagina und Brüsten).</li>



<li>ROGD (rapid-onset gender dysphoria) &#8211; Hakeem vertritt die These, dass es sich bei diesem epidemischen Phänomen von jungen Mädchen (mehr als 80 %), die ihre Weiblichkeit ablehnen/damit in Konflikt stehen und eine Lösung darin gefunden zu haben glauben, dass sie sich einem männlichen Erscheinungsbild angleichen wollen (was mit Körperverstümmelungen verbunden ist). ROGD hält Hakeem rundherum für eine „pseudo-medizinisierte Jugend Subkultur“.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Medizinisch der interessanteste Punkt ist sicher die These, dass alle transidentifizierten Männer der klassischen Gruppe der „Transexualtität“ psychopathologisch dem Autismusspektrum angehören. Alle verschiedenen Autismusformen, das ganze „Spektrum“, wie es heute heißt, hat gemeinsam, dass ihnen eine „Theory of Mind“ fehlt &#8211; darunter versteht man die Fähigkeit, sich vorzustellen, was andere Menschen denken und fühlen. Autistische Menschen sind darauf angewiesen, aus äußeren Zeichen und Hinweisen oder auch deduktiv darauf zu schließen, was die anderen Menschen denken, intendieren etc. Neben der leicht vorstellbaren Fehleranfälligkeit eines solchen nicht intuitiven Denkens haben autistische Menschen auch die Tendenz, in binärer Logik zu denken, sozusagen schwarz-weiß und haben mit den „grauen“ Anteilen der Wirklichkeit Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Grundcharakteristik des Autismus leitet Hakeem die klinische Hypothese ab, dass transsexuelle Männer praktisch immer Autisten sind &#8211; und die Autismusspektrumstörungen (ASD) in allen anderen Gruppen von Transphänomenen ebenfalls eine große Rolle spielt. Gesellschaftlich am wichtigsten, weil auch am zahlreichsten und jüngsten, also vulnerabelsten &#8211; sind hier sicher die ROGD-Jugendlichen zu nennen. „Die Kollegen, die klinisch mit geschlechtsdysphorischen Patienten arbeiten, vertreten zunehmend die Ansicht, dass es eine signifikante Korrelation zwischen ASD und Geschlechtsdysphorie (Gender Dysphoria) gibt.“ (S. 35, Übers. EGGÖ)<br>Dieser gut bekannte Umstand wird üblicherweise als Komorbidität zur Geschlechtsdysphorie interpretiert. Hakeems Ausführungen gehen darüber hinaus &#8211; aber er bleibt dabei auch leider unklar.<br>Während er festhält, dass die nahezu hundertprozentige Übereinstimmung von ASD und „trans“ auf die Untergruppe Transsexualität beschränkt ist und dies für die anderen Gruppen nicht gilt (die Transvestiten, die als Paraphile gesehen werden und die ROGD Kids, von denen er meint, es sei eine Jugend Subkultur), führt er im Folgenden den gesellschaftlichen Diskurs rund um „trans“ durchaus eng mit den Gesetzen, nach denen eine autistische Kommunikation funktioniert: konkretistisch und externalistisch, schwarz-weiß, reglementierend. Beispiel: „hat der Transexuelle einmal den Entschluss gefasst, dass er sich als das andere Geschlecht präsentieren sollte, folgt er den Regeln seines eigenen reduktionistischen und oft stereotypen Denkens dazu, was „männliche“ und „weibliche“ Attribute sind. Dies in dem Glauben, dass die Regelbefolgung für alle gilt und deswegen alle anderen Menschen ihn auch als das Geschlecht sehen MÜSSEN, in dem er sich selbst darstellt.“ (S 37. Übers. EGGÖ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Transsexuelle brauchen die Klarheit und Eindeutigkeit, die die geschlechtliche Binarität mit sich bringt, und sie gehen davon aus, dass das auch für alle anderen der Fall ist. Viele der imperativen kommunikativen Botschaften aus der Transaktivisten Szene lassen sich so zuordnen: Pronomen etwa sind dann wichtig, wenn ihr Gebrauch mit einer faktischen Realtiätsbestätigung verwechselt werden. Oder die Forderung, nicht mit dem „dead name“ = dem richtigen Vornamen angesprochen zu werden &#8211; also die subjektive Selbstwahrnehmung durch die Außenbestätigung quasi verwirklicht zu wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides sind bekannte Phänomene, die alle mitbekommen, die sich – politisch, persönlich, medizinisch – in die Nähe von transidentifizierten Menschen begeben und deren Imperativität und Unerbittlichkeit angesichts der Realität immer als etwas „verrückt“ darstellen, deren Motive aber womöglich mit dem Denken à la Autismus zu tun haben, zumindest dessen Formen annehmen und sich dieser Formen bedienen.<br>Das ist eine sehr interessante These. Hakeems klinische Erfahrung braucht aber sicher Backup, sowohl aus der Sozialwissenschaft und der Kulturanalyse, als auch aus der Medizin selbst. Stimmt es, dass mehr oder weniger alle Transsexuellen ASD neurodivers sind? Und wie hoch ist der Anteil von ASD bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie? Und erklärt das binäre Schwarz-Weiß-Denken von ASD neurodiversen Menschen die hochpolitisierte Diskussion rund um „gender queer“ und die Aggressivität von Transaktivisten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapitel 18 bis 26 befassen sich mit konkreten Angeboten, es werden verschiedene Selbsthilfegruppen vorgestellt, die juristische Seite (UK) von einer Anwältin beleuchtet, Anforderungen an den neu zu strukturierenden “gendermedizinischen” Dienst im NHS besprochen (Stella OMalley) und &#8211; wie ich finde &#8211; für den medizinisch/therapeutischen Diskurs am wichtigsten:<br>Hakeem und Kollegen haben einen Fragebogen zum Assessment von Geschlechtsdysphorie erstellt in zwei Versionen für Erwachsene und für Kinder. Beide Tests sind validiert und wurden publiziert &#8211; erstaunlicherweise werden sie bis heute weder in UK noch in USA benutzt (in Australien, wo der Erwachsenentest entwickelt wurde, offensichtlich schon).<br>Der Test ist im Buch veröffentlicht &#8211; könnte also auf Deutsch übersetzt werden und in den Diensten, die sich in D und Ö der Behandlung von Geschlechtsdysphorie widmen, leicht eingesetzt werden (und adaptiert und verbessert, wenn nötig).</p>



<p class="wp-block-paragraph">von Bettina Reiter am 01.11.2023</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/buchrezension-az-hakeem-detrans-when-transition-is-not-the-solution/">Buchrezension &#8211; Az Hakeem: Detrans &#8211; When transition is not the solution</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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		<title>Buchrezension &#8211; Hannah Barnes: Time to think.</title>
		<link>https://www.eggoe.at/buchrezension-hannah-barnes-time-to-think/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Apr 2023 10:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REZENSION Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Gesundheitssystem]]></category>
		<category><![CDATA[REZENSION Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[ROGD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Inside Story of the Collapse of the Tavistock´s Gender Service for Children<br />
„Zeit zum Nachdenken, time to think“ ist das Mantra derer, die Pubertätsblocker für die Behandlung von jugendlichen gender dysphorischen Menschen empfehlen. Rezension von Bettina Reiter</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eggoe.at/buchrezension-hannah-barnes-time-to-think/">Buchrezension &#8211; Hannah Barnes: Time to think.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eggoe.at">EGGö - EUROPÄISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT ÖSTERREICH</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center \&quot;has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">&#8212; Ende Vorschau &#8212;</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile \&quot;wp-block-media-text" style="grid-template-columns:auto 35%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph"><strong>Time to think. The Inside Story of the Collapse of the Tavistock´s Gender Service for Children</strong><br>London. Swift Press, 2023, 445 Seiten &#8211; ISBN 978-1-80075-111-8<br>Sprache: englisch</p>



<p class="\&quot;has-medium-font-size\&quot; wp-block-paragraph">Der Titel des Buches ist mindestens doppeldeutig: „Zeit zum Nachdenken, time to think“ ist das Mantra derer, die Pubertätsblocker für die Behandlung von jugendlichen gender dysphorischen Menschen empfehlen. Die Idee dahinter ist, dass Jugendliche damit ihre Pubertätsentwicklung anhalten können, was ihnen Zeit zum Nachdenken verschaffen (soll), bevor sie sich auf die Behandlung mit gegengeschlechtlichen Hormonen und eventuell später auf chirurgische Maßnahmen einlassen.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="338" height="490" src="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/04/hannabarnes_timetothink_schmal.png" alt="" class="wp-image-1879 size-full" srcset="https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/04/hannabarnes_timetothink_schmal.png 338w, https://www.eggoe.at/wp-content/uploads/2023/04/hannabarnes_timetothink_schmal-207x300.png 207w" sizes="(max-width: 338px) 100vw, 338px" /></figure></div>



<p class="has-text-align-right \&quot;has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>Bild Quelle: <a href="https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1066491969?ProvID=11010474&amp;gclid=Cj0KCQjwocShBhCOARIsAFVYq0i2BABzKaGhWvqrdz4btRDlkCYIGsCTAIaXXJXVfO7_L134DjOopn0aAiRUEALw_wcB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thalia</a></em></p>



<div class="wp-block-columns \&quot;wp-block-columns\&quot; is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column \&quot;wp-block-column\&quot; is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Soweit die Idee, die sich menschenfreundlich und behutsam anhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Realität jedoch ist eher düster. „Time to think“ heißt hier auch: Zeit zum Nachdenken über Fehler, zum Rekonstruieren der Vorgänge und zum Neuordnen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines (wahrscheinlich das größte) Zentrum weltweit, das Erfahrung mit der Anwendung von Pubertätsblockern gemacht hat, ist der weltberühmte Tavistock Trust in London, ein international anerkanntes Zentrum für Psychiatrisch-psychotherapeutische, klinische und wissenschaftliche Arbeit. Der dort angesiedelte „Gender Identity Development Service“ (GIDS) hat seit seiner Gründung 1989 etwa 10.000 Kinder und Jugendliche mit der Zuweisungsdiagnose „fragliche Gender Dysphorie“ evaluiert. Die Aufgabe des Dienstes war, eine korrekte Diagnose zu stellen und die weitere Behandlung zu planen. GIDS war nie selbst ein Therapiezentrum, sollte aber dafür sorgen, dass Gender Dysphorie erkannt und gut betreut wird, aber natürlich auch, dass andere psychische und soziale Probleme der Kinder und Jugendlichen entsprechend adressiert werden können, wenn eine Gender Dysphorie ausgeschlossen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesen etwa 10.000 Kindern wurde eine unbekannte Zahl von Jugendlichen an Endokrinologen zugewiesen, die dann die Pubertätsblocker administrierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbekannt, weil GIDS keinerlei Daten ermittelt hat, keine Verläufe aufgezeichnet hat, die weitere Entwicklung der Patientinnen nicht dokumentiert hat. Sie haben „im Blinden“ gearbeitet und hatten keine Ahnung, ob und wie ihre Therapieempfehlung die weitere psychische und soziale Entwicklung der PatientInnen beeinflusst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alleine ist schon ein gravierender medizinischer Skandal. Tavistock ist schließlich kein Bezirksspital im Nordwesten Englands.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Skandal vergrößert sich aber nochmals beträchtlich: nicht nur wurden die Patientinnen nicht nachverfolgt, auch die Behandlung selbst ist alles andere als gute, bewährte medizinische Praxis.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pubertätsblocker sind Substanzen, die die Sekretion von Sexualhormonen unterdrücken. Mädchen bekommen also keine Brüste und keine Menarche, Burschen keinen Bart und keine Erektionen etc … sie bleiben Kinder. Sie bleiben auch in der Entwicklung der anderen Körperfunktionen (Größe, Denken, soziale Einbindung, sexueller Appetit) hinter den gleichaltrigen Freundinnen zurück. Die Nebenwirkungen der Pubertätsblocker sind extrem: Osteoporose, Gewichtszunahme. Depressionen, kognitive Entwicklungshemmung, Anhedonie (sexuelle Lustlosigkeit), Infertilität.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar betonen die Befürworter dieses Therapieweges immer, dass alles reversibel sei, also dass die Auswirkungen und Nebenwirkungen sich zurückbilden, wenn man aufhört, die Blocker einzunehmen, aber es liegen dazu keine belastbaren Daten vor. Faktum ist, dass die Medizin keine Kenntnis darüber hat, wie sich Pubertätsblocker langfristig auswirken. Es handelt sich um experimentelle Therapien, die keinem einzigen Standard von „Evidence base“ genügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hannah Barnes, die Autorin dieses extrem gut dokumentierten und sorgfältigen Buches, war Journalistin bei dem BBC Fernsehformat „Newsnight“ (vielleicht am ehesten mit der ZIB 2 in Österreich vergleichbar, allerdings bedeutend angriffiger und gründlicher).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch befasst sich aber nicht nur mit der Pubertätsblocker Sache. Es ist eine sehr gut erzählte, sorgfältig dokumentierte und überhaupt nicht polemische Darstellung der Geschichte dieses medizinischen Dienstes, der sich von einer revolutionären Rolle zu Zeiten seiner Gründung (Zeit und Muße und psychodynamisches Verständnis für alle, die mit ihrer biologischen Geschlechtszugehörigkeit hadern oder sie infrage stellen) zu einer ideologiegetriebenen, kritikunfähigen Institution entwickelt hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autorin hat mit ca 60 MitarbeiterInnen von GIDS gesprochen, mit den nicht wenigen Whistleblowern und mit vielen PatientInnen. Die Ideologie der „Gender affirming Care“ wurde (und wird) – weltweit, nicht nur in UK! &#8211; von Aktivisten aus der LBTIQ+ Szene und Medizinern vertreten, die ,meine, damit auf der richtigen, der weltoffenen Seite der Medizin zu stehen. Der Seite, die die Patienten ernst nimmt, sie empowert, sich als ihr Verbündeter betrachtet und ein gutes Selbstgefühl erringt, indem es den Wünschen der Patienten entspricht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle von GIDS gab es sogar persönliche und institutionelle Verknüpfungen mit Transaktivistischen Pressure Groups. Bei GIDS wurde das gemacht, was aktivistische Gruppen wie „Mermaids“ verlangten (die sich sogar in die Personalpolitik einmischten). MitarbeiterInnen, die sich besorgt über die mangelnde Sorgfalt im Assessment der Jugendlichen äußerten, mussten sich „Transphobie“ vorhalten lassen, Auseinandersetzungen mit anderen klinischen Positionen wurden nicht ermutigt, es entwickelte sich eine Kultur der Monomanie in Richtung medizinischer Therapie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil dieser monomanen Entwicklung ist sicher dem Umstand zu schulden, dass die Zuweisungsraten so extrem in die Höhe geschnellt sind. Von 97 Zuweisungen im Jahr 2009/10 auf 2.748 im Jahr 2019/2020 &#8211; was einem Anstieg von 2800 % entspricht. Noch krasser ist die Erhöhung für Mädchen: 4700 % Steigerungsrate im selben Zeitraum, von 40 auf 1.892!</p>



<p class="wp-block-paragraph">GIDS kam mit den bestehenden Personalressourcen natürlich nicht hinterher. Die Folge: immer jüngere, wenig erfahrene TherapeutInnen wurden eingestellt, die erforderliche Sitzungsfrequenz für ein abgeschlossenes Assessment wurde von mindestens 6 Sitzungen auf 4 erniedrigt &#8211; und oft wurden Zuweisungen an die Endokrinologen schon im ersten oder zweiten Gespräch vorgenommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kam, dass die sprunghaft ansteigenden Patientenzahlen dem „Trust“ auch ein sicheres und nicht kleines Einkommen verschafften. GIDS war 2021 für etwa 20 % der Einnahmen des gesamten Tavistock Trust verantwortlich. Das erhöht auch nicht gerade die Bereitschaft, kritisch zu hinterfragen, wenn eine ambulante Einrichtung ein so gutes Geschäft für die Gesamtinstitution ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist also eine toxische Mischung, die Hannah Barnes für die tragische Entwicklung des einst so stolzen und angesehenen Dienstes beschreibt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gesellschaftlicher Druck</strong> &#8211; „Gender affirming Care“ ist Mode in den westlichen Gesellschaften und es gibt durchaus auch legislativen Druck in Richtung mehr Anerkennung für nicht biologisch verstandene Geschlechtsidentität.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Patienten Nachfrage &#8211; </strong>der Dienst kam immer mehr unter den Zugzwang der vielen jungen Menschen, die sich plötzlich als gender dysphorisch erleben. Darunter leidet die Qualität der Angebote und die Sorgfalt der Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einfluss von Pressure Groups</strong> &#8211; die leitenden Personen von GIDS haben sich &#8211; warum individuell auch immer &#8211; vor den Karren der Agenda von Transaktivisten spannen lassen. Das hat auch ein Klima des Gesprächsverbotes in der Institution selbst begünstigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ökonomischer Profit</strong> &#8211; es ist schwer, einen besonders profitablen Teil des Einkommens einer Institution kritisch zu hinterfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schlechte Führung</strong> &#8211; nicht nur GIDS selbst, sondern auch der Trust insgesamt haben ihre Sorgfaltspflicht und ihre Führungsaufgaben jahrelang vernachlässigt. Es gab mehrere Whistleblower , auch einen ausführlichen Bericht über die Sorgen und Beschwerden von nicht weniger als 13 MitarbeiterInnen von GIDS, einen offenen Brief einer Mitarbeiterin …. nichts passierte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es brauchte viele Anstöße, um dieses Schiff zum wanken zu bringen. Einen Arbeitsrechtsprozess einer Mitarbeiterin, den sie gegen den Trust gewann. Den Bericht der Mitarbeiterinnen, vor allem aber den sehr öffentlichkeitswirksamen Prozess, den eine junge Frau gegen den Tavistock Trust führte, die als Patientin genau in die Mühle der Pubertätsblocker Anwendung gekommen war. Keira Bell wollte als Jugendliche unbedingt ein Mann werden. Sie versprach sich davon eine grundlegende Besserung ihres Zustandes, den sie als quälend und ohne jede positive Perspektive erlebte. Die Behandlung mit Blockern begann, als sie 16 war, mit 17 Testosteron, mit 20 eine doppelte Mastektomie. ( <a href="https://www.persuasion.community/p/keira-bell-my-story" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.persuasion.community/p/keira-bell-my-story</a>) Sie ist die prominenteste „Detransitioner“,  ein junger Mensch, der die Entscheidung zur Transition bereut und wieder zurück in das biologische Geschlecht wechselt, Behandlungen aufhört und mit den Schäden, die die medizinischen Maßnahmen angerichtet haben, irgendwie leben will und muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Londoner Gericht hat in erster Instanz entschieden, dass Blocker nicht mehr an Jugendliche unter 16 Jahren verschrieben werden dürfen. Dieses Urteil wurde zwar in 2. Instanz geändert: solche Entscheidungen, da medizinisch, können nur von Ärzten getroffen werden &#8211; aber der Blick der Öffentlichkeit auf GIDS konnte nicht mehr abgewendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NHS Trust hat 2020 eine der angesehensten Kinderärztinnen in UK, Dr. Hilary Cass, mit der unabhängigen Untersuchung von GIDS beauftragt. Deren vorläufiger Bericht aus dem März 2022 hat zur Ankündigung der Schließung von GIDS geführt, die nun, ein Jahr später, unmittelbar bevorsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zukunft soll es mehrere (7-8) regionale Zentren geben, die an Kinderkliniken angeschlossen sind und sich vor allem der psychischen und sozialen Situation von gender dysphorischen Kindern und Jugendlichen widmen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum ist dieses Buch wichtig?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein unglaubliches Lehrstück der Verwobenheit von Medizin, Gesellschaft, Ideologie und Geschäft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine toxische Mischung auf Kosten von vielen Kindern. Wir wissen nicht, wievielen, und das gehört auch ins Zentrum dieses medizinischen und gesellschaftlichen Skandals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf kleinerer Flamme findet sich diese toxische Mischung natürlich auch in unserer Alpenrepublik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktivisten bieten „Therapien“ für Genderdysphorie an, die ausschließlich affirming sind, Chirurgen amputieren jungen Mädchen privatmedizinisch Brüste, Aktivisten sitzen in Beratungsgremien von Ministerien. Alles unter derselben Flagge, unter der auch GIDS so lange gelaufen ist: „be kind“, sei einfühlsam, unterstützend und nett.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">von Bettina Reiter am 07.04.2023</p>
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