— Ende Vorschau —

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) hat eine Resolution verabschiedet, die ein europaweites Verbot von sogenannten „Konversionspraktiken“ fordert. Was oberflächlich wie ein Fortschritt für die Menschenrechte erscheint, erweist sich bei genauerer Analyse als gefährlicher Vorstoß, der die Rechte von Frauen, Homosexuellen und die Sicherheit von Kindern infrage stellt.
Die Begeisterung besonders der weiblichen Delegierten wirkt auf uns absolut dystopisch.
Die Kernpunkte im Überblick:
- Wie üblich findet in der Resolution die Gleichsetzung von sexueller Orientierung und „Geschlechtsidentität“ statt. Um es deutlich zu sagen: unterschiedlicher könnten die persönlichen Situationen nicht sein.
- Konstruierter Konsens ohne Debatte: Die Resolution wurde in einem fast leeren Saal verabschiedet – weniger als ein Drittel der Abgeordneten war anwesend. Es zeigt sich ein besorgniserregendes Desinteresse der Politik an den tiefgreifenden rechtlichen Folgen, die solche Verbote für die nationale Gesetzgebung haben.
- Gefahr für die therapeutische Freiheit: Das Verbot ist so weit gefasst, dass eine ergebnisoffene, explorative Therapie bei Geschlechtsdysphorie kriminalisiert werden könnte. Wenn bereits das Hinterfragen einer selbstdiagnostizierten Identität als „schädliche Praxis“ gilt, wird eine verantwortungsvolle medizinische Begleitung von Jugendlichen unmöglich gemacht.
- Unsichtbarmachung des biologischen Geschlechts: Wir kritisieren scharf, dass die Resolution „Gender-Identität“ als unantastbares Rechtsgut über das biologische Geschlecht stellt. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Schutz von Frauenräumen und geschlechtsbasierten Rechten, da die Kategorie „Frau“ rechtlich entleert wird.
- Diskreditierung von Kritik: Fachleute, Feministinnen und Eltern, die auf wissenschaftliche Evidenz und Kinderschutz pochen, werden in der Debatte pauschal als „transphob“ oder „reaktionär“ diffamiert. Ideologie triumphiert hier über wissenschaftliche Sorgfalt und rechtsstaatliche Prinzipien.
- Die Resolution – siehe weiter unten – liest sich vollkommen uninformiert. Ein wirklich erstaunliches und gleichzeitig beschämendes Dokument transaktivistischen Lobbyismus und eines ausgeprägten Unwissens.
- Besonders auffällig ist die Behauptung, Konversionspraktiken an Homosexuellen und „Anpassung der gender identity an das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht“ wie Zwangsmedikalisierung, Elektroschocks, physischer und sexueller Missbrauch etc. wären systematisch und an der Tagesordnung. Wir hätten gern die Adressen, Weblinks, Telefonnummern, damit wir Anzeigen erstatten können.
Warum das für Österreich relevant ist:
Auch in Österreich tauchen Forderungen nach vagen Konversionsverboten immer wieder auf. Sie unterscheiden ebenfalls nicht zwischen Gewalt (die bereits verboten ist) und notwendiger psychotherapeutischer Beratung. Insbesondere die Grünen und die SPÖ tun sich mit emotionalisierenden Aufrufen hervor. „Gender Identity“ und Homosexualität werden in denselben Topf geworfen, obwohl die persönlichen Situationen unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir müssen sicherstellen, dass Gesetze auf Fakten basieren und nicht auf dem politischen Druck lautstarker Aktivistengruppen, die den Schutz von Frauen und Kindern zugunsten einer Identitätspolitik opfern.
Fazit: Wir fordern eine Rückkehr zu Sachlichkeit und Realität. Echte Geschlechtergerechtigkeit braucht den Schutz des biologischen Geschlechts als Rechtskategorie und die Freiheit, Ideologien kritisch hinterfragen zu dürfen.
—————————————-
Verbot von „Konversionspraktiken“ (Europarat): Die Debatte und Abstimmung fand am 29. Januar 2026 in Straßburg statt. Wichtig ist hier die Unterscheidung. Dies geschah in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), nicht direkt in der EU (obwohl viele EU-Staaten dort Mitglied sind).
Dokument: Resolution 2643 (2026) – „For a ban on conversion practices“
Inhalt: Die Resolution fordert die 46 Mitgliedsstaaten des Europarates auf, Gesetze gegen Praktiken zu erlassen, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu ändern oder zu unterdrücken.
